Projektträger
FKT/AiF
Förderprogramm
IGF-Normalverfahren
Projekt-Nr.
21396 N
Projektleiter
Dr. Bianca-Michaela Wölfling
Projektstatus
In Arbeit
Projektlaufzeit
01.01.2021 - 31.12.2022

Erforschung und Entwicklung vereinfachter Möglichkeiten zur umfassenden Bewertung des thermophysiologischen Komforts für komplexe PSA-Bekleidungssysteme

Persönliche Schutzausrüstung (PSA) hat die Aufgabe den Träger vor äußeren Einflüssen zu schützen. Die Leistungsanforderungen sowie Anforderungen zur Ausführung und Konstruktion von PSA sind in verbindlichen Normen festgelegt. Um den größtmöglichen Schutz für den Träger gewährleisten zu können, umfassen die genannten Normen hauptsächlich Anforderungen bezüglich des Schutzes. Hinsichtlich des thermophysiologischen Tragekomforts wird bisher nur der Wasserdampfdurchgangswiderstand normativ abgedeckt. Dieser beschreibt einen Zustand geringer körperlicher Aktivität (dampfförmiger Schweiß). Unter realen Einsatzbedingungen schwitzen Träger von PSA jedoch mehr (flüssiger Schweiß). Daher wird von der EU gefordert, den thermophysiologischen Tragekomfort von PSA umfangreicher zu bewerten. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, den thermophysiologischen Tragekomfort von PSA ganzheitlich mit dem schwitzenden, thermischen Manikin zu beschreiben. Hierdurch können verschiedene Schwitzraten in einer zerstörungsfreien Messung abgebildet und sowohl die Konfektionierung der Bekleidung als auch Accessoires berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Forschungsvorhabens können direkt in die Normung einfließen und dadurch den Tragekomfort von PSA maßgeblich verbessern. Hiervon profitieren 1,3 Mio. Feuerwehrdienstleistende und über 84.000 Schweißer, sowie die Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherung. Mittelbar profitieren kleine und mittelständische Textilhersteller (ca. 36 Strickereien, 92 Webereien) und Konfektionäre von Arbeitsschutzkleidung (ca. 28). Die Ergebnisse sind auf andere Bereiche der PSA und auf die Sport- und Outdoor-Branche übertragbar.