Was sind PFAS?
PFAS (Per- und Polyfluoralkylsubstanzen) sind eine Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Chemikalien, die wasser-, fett- und schmutzabweisende Eigenschaften verleihen sowie thermisch und chemisch stabil sind. Aufgrund dieser Eigenschaften kommen Sie bei der Herstellung zahlreicher Konsumgüter zum Einsatz. PFAS werden häufig Textilien (wie Outdoor-Jacken, Arbeits- oder Schutzkleidung) zugesetzt, um sie wasser- und ölabweisend auszurüsten oder werden für Antihaft-Beschichtungen von Kochutensilien wie Pfannen oder Backformen verwendet.
Was macht PFAS (so) gefährlich?
PFAS kommen nicht in der Natur vor und reichern sich in der Umwelt und dem Menschen an, sind kaum abbaubar und gesundheitsschädlich (z. B. lebertoxisch, krebserregend). Aufgrund ihrer Beständigkeit werden sie häufig als „Ewigkeits-Chemikalien“ bezeichnet.
Umwelt
PFAS können die Umwelt während der Herstellung, Nutzung, Pflege und Entsorgung von Produkten beeinträchtigen und sind heute in den entlegensten Regionen der Erde nachweisbar. Sie bauen sich im Grundwasser und im Boden nur sehr langsam ab und können sich außerdem in lebenden Organismen anreichern.
Menschen
Studien haben eine weit verbreitete Kontamination des Blutes und der Muttermilch in der Weltbevölkerung nachgewiesen. PFAS gelangen über die Nahrungskette in den Körper und werden mit Auswirkungen auf Schilddrüse und Hormonsystem sowie mit Leberschäden und Krebs in Verbindung gebracht.

PFAS in Textilien, Bekleidung, Lederprodukten und Schuhen
Das Bewusstsein der Industrie und Konsumenten für die Gefahren durch PFAS für Mensch und Umwelt nimmt rasant zu. Gleichzeitig gibt es in Europa, den USA und anderen Ländern zunehmend neue und strengere Vorschriften in Bezug auf den Ausschluss und eine strenge Regulierung von PFAS-Substanzen. Jüngstes Beispiel: das Anfang 2026 in Kraft getretene Verbot in Frankreich, bestimmte PFAS-haltige Konsumgüter wie Bekleidung und Schuhe herzustellen, zu verkaufen oder einzuführen.
Zu den vielfältigen Herausforderungen, denen sich die Akteure entlang der Wertschöpfungskette stellen müssen, gehören:
- Schritt halten mit sich rasch ändernden staatlichen, bundesstaatlichen und internationalen Vorschriften
- Risiken erkennen, wo PFAS innerhalb komplexer Lieferketten zum Einsatz kommen, um diese zu minimieren
- Quellen von Kontaminationen im Produktionsprozess erkennen und abstellen
- Transparent und glaubhaft die Verantwortung in Bezug auf PFAS gegenüber Kunden, Lieferanten und Konsumenten kommunizieren
- Budget und Risiken gegeneinander abwägen bzw. in Einklang bringen
- Den eigenen Markterfolg sichern und die Markenreputation schützen
Fazit:
Eine proaktive Unternehmensstrategie im Hinblick auf PFAS in Ihrer Lieferkette ist heute für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und den langfristigen Schutz Ihrer Marke unverzichtbar.

Welche PFAS-Prüfungen bieten wir an?
Bei der Auswahl der Prüfmethode müssen die gesetzlichen Vorgaben des jeweiligen Marktes berücksichtigt werden (Target-Analyse vs. Fluor-Gesamtgehalt). Dennoch tragen Unternehmen die Verantwortung dafür, dass ihre Produkte rechtliche Vorgaben erfüllen und keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen – eine große Herausforderung angesichts vieler unterschiedlicher PFAS-Regulierungen und komplexer Lieferketten.
Unser Service für Sie:
- Wir verfolgen die rechtlichen und technischen Entwicklungen, um Ihre Produkte effizient auf PFAS zu untersuchen.
- Unsere akkreditierten Prüfmethoden beruhen auf international anerkannten Normen und liefern Ihnen verlässliche Prüfergebnisse.
- Wir beraten Sie individuell und bieten Ihnen optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Prüfpläne.
- Sie erhalten klar verständliche Informationen, um rechtliche Vorgaben und Eintragsquellen für PFAS zu verstehen sowie fundierte Entscheidungen zu treffen.
Unsere PFAS-Prüfmethoden
- Total Fluorine (TF)
✔ Ermittlung des Fluor-Gesamtgehalts (organisch und anorganisch) als Summenparameter
✔ Ermöglicht ein schnelles Vorab-Screening auf absichtlich verwendete PFAS
✔ Erfolgt idealerweise in einer frühen Phase der Produktentwicklung (Materialauswahl, Konzeption)
✔ Hilfreich für Identifizierung potenzieller Fluoreinträge, ohne Aussage darüber, ob wirklich PFAS in der Probe enthalten sind - Target-Analyse
✔ Ermöglicht die präzise Bestimmung, in welchen Mengen spezifische, bekannte PFAS in Proben vorhanden sind
✔ Optimal geeignet, um zu überprüfen, ob gesetzliche Grenzwerte oder RSL-Anforderungen für spezifische PFAS eingehalten werden
✔ Liefert rechtsverbindliche Aussagen über PFAS-Konzentrationen in Produkten
✔ Hilft dabei, Kontaminationsquellen zurückzuverfolgen, Angaben von Lieferanten zu überprüfen und Korrekturmaßnahmen zu ergreifen
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Compliance:
✔ Ihre Produkte sind konform mit unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen
✔ Sie vermeiden Bußgelder und rechtliche Konsequenzen - Minimierung von Risiken:
✔ Sie erkennen und verstehen potenzielle Probleme frühzeitig
✔ Sie ersparen sich ungewollte Kosten durch Schadenersatzforderungen oder Produktrückrufe - Wettbewerbsvorteil:
✔ Sie dokumentieren glaubhaft Ihre Verantwortung durch unabhängige Prüfungen und Nachweise
✔ Sie sind gewappnet für künftige regulatorische Anpassungen und Stakeholder-Erwartungen in Bezug auf Nachhaltigkeit
✔ Sie grenzen sich erfolgreich von anderen Marktanbietern ab - Vertrauen:
✔ Sie tragen als Unternehmen aktiv zu Umweltschutz und Gesundheit bei
✔ Sie schützen und stärken das Vertrauen in Ihre Marke, Ihre Produkte, Ihr Unternehmen

