Ohne Sonne gibt es kein Leben. Sie hat jedoch auch ihre Schattenseiten, da ultraviolette (UV) Strahlung die Haut nachhaltig schädigen kann. Sonnencremes oder Sunblocker schützen zwar vor einem Teil der UV-Strahlen, ersetzen allerdings nicht andere Schutzmaßnahmen wie Bekleidung oder Sonnenschirme. Diese bieten unter Verwendung geeigneter Materialien und Konstruktionen einen vielfach höheren UV-Schutz als die stärksten Sonnencremes (Sunblocker).

Hohenstein hat die Internationale Prüfgemeinschaft für angewandten UV-Schutz mit begründet. Gemeinsam wurde der UV STANDARD 801 ins Leben gerufen, eine Zertifizierung inklusive Produktlabel, die aufgrund ihres gebrauchsorientierten Konzepts einen verlässlichen UV-Schutz durch Textilien bietet. Entscheidender Vorteil für den Konsumenten ist, dass der Standard im Gegensatz zu anderen internationalen Normen auch Aspekte wie die Dehnung des Textils beim Tragen, die Feuchtigkeit des Materials z. B. durch Baden oder Schwitzen sowie die unvermeidbare Alterung textiler Produkte durch Abrieb, Witterung und Pflege berücksichtigt.

Was ist das Besondere am UV STANDARD 801?

Um einen für den Verbraucher verlässlichen UPF (Ultra Violet Protection Factor) zu ermitteln, müssen alle Faktoren berücksichtigt werden, die beim Gebrauch eines Sonnenschutztextils eine Rolle spielen. Deshalb sind Messungen der UV-Schutzwirkung, die nur den Neuzustand der geprüften Ware betrachten, wenig aussagekräftig. Die Messung des UV-Schutzfaktors nach dem UV STANDARD 801 folgt strengsten Kriterien, die auf der Simulation möglichst realistischer Bedigungen beruhen. Dazu zählen:

• Eine Worst-Case-Methodik (höchste Intensität der UV-Strahlung gemäß Solarspektrum des Australisch/Neuseeländischen Standards, empfindlichster Hauttyp) 
• Validierte Messverfahren zur Simulation typischer Gebrauchsbedingungen (Durchnässung bei Bekleidung, Bewitterung bei Beschattungstextilien, Alterungsprozess durch definierte Scheuereinwirkung und Waschzyklen, Dehnung des Materials)

Der ermittelte UPF wird als Multiplikator für die vom Hauttyp abhängige Eigenschutzzeit der Haut verwendet und gibt an, wie viel länger man sich mit dem Textil effektiv in der Sonne aufhalten kann, ohne Hautschäden davonzutragen. Es können folgende UV-Schutzstufen (UPF) nach UV STANDARD 801 erreicht und auf dem Label ausgelobt werden: z. B. 2, 5, 10, 15, 20, 30, 40, 60, 80.

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