Beispiel aus der Praxis

Anwendungsbereiche:

  • Fasern, Garne, textile Flächen
  • Agrartextilien
  • Technische Textilien
  • Veredelte Textilien
  • Recycelte Textilien

Beispielhafter Textilabbau unter Freilandbedingungen (Verrottung):

BEGINN:

In ein Erdloch wird ein spezielles Trennvlies eingebracht, um äußere Einflüsse aus dem Erdreich möglichst gering zu halten. Die Textilien werden in einem Einlegegitter befestigt und in die Eingrabestelle eingebracht. Die linke Seite des T-Shirts besteht aus reinem Polyester, die rechte Seite aus 100 % Baumwolle. Die Jeans setzt sich aus 99 % Baumwolle und 1 % Elastan zusammen. Für die Eingrabung wird mikrobiologisch standardisierte Erde verwendet.

Erste Ausgrabung nach ZWEI WOCHEN, erste Verfärbungen sind erkennbar

Nach zwei Wochen werden die Textilien das erste Mal ausgegraben und begutachtet. Bereits jetzt sind erste Verfärbungen des Baumwoll Gestricks zu erkennen.

Zweite Ausgrabung nach FÜNF WOCHEN, Beginn der Faserschädigung bei der Baumwolle

In der fünften Woche werden die Textilien erneut ausgegraben und mit Hilfe einer Stereolupe untersucht. Die Faserschädigung der Baumwolle lässt sich deutlich erkennen.

Dritte Ausgrabung nach SIEBEN WOCHEN, Einsetzende Faserbrüche bei der Baumwolle

Bei der dritten Ausgrabung nach sieben Wochen ist der Zerfall der Baumwolle (rechte Seite des T-Shirts und Jeans) schon deutlich vorangeschritten. Das Polyester hingegen, weist noch keine Spuren einer Zersetzung auf.

Letzte Ausgrabung nach 14 WOCHEN

Die rechte Seite des T-Shirts aus Baumwolle bis auf die Nähte komplett biodegradiert. Bei der eingegrabenen Jeans lässt sich das Elastan erkennen.