Gen­tech­nisch ver­än­der­te Baum­wolle

Screening – Identifizierung – Quantifizierung

Immer mehr Verbraucher bevorzugen nachhaltige Textilien, insbesondere die Nachfrage nach Produkten aus Bio-Baumwolle steigt rasant. Im Vergleich zu konventionell angebauter Baumwolle erfordert der Anbau von Bio-Baumwolle den Verzicht auf gentechnisch verändertes Saatgut, chemische Pestizide und Düngemittel. Dennoch finden sich immer wieder gentechnische Veränderungen in Textilien, die fälschlicherweise mit den einschlägigen Bio-Labels ausgezeichnet sind. Der meist höhere Marktpreis für Bio-Baumwolle ist jedoch nur dann gerechtfertigt, wenn ein unabhängiger Nachweis für den biologischen Anbau des Rohstoffs glaubhaft erbracht ist.

Wir sorgen dafür, dass Sie mit ihren Produkten auf der sicheren Seite sind, indem wir diese auf gentechnische Veränderungen untersuchen. Hohenstein ist eines von wenigen Prüflaboren weltweit, das nach ISO 17025 für das ISO/IWA 32:2019 Protokoll akkreditiert ist. Somit erbringen wir für Sie verlässlich den Nachweis auf gentechnisch unveränderte Baumwolle, z. B. für eine Zertifizierung des internationalen Global Organic Textile Standards (GOTS).

In 2 Schritten zu 100% Gewissheit

GMO-Screening nach ISO/IWA 32:2019 Protokoll

Als eines von wenigen Prüflaboren weltweit sind wir nach ISO 17025 für das ISO/IWA 32:2019 Protokoll akkreditiert. Wir können somit auch die strengen Anforderungen hinsichtlich eines GMO-Nachweises des internationalen Global Organic Textile Standards (GOTS) erfüllen. Hierfür ist es zwingend erforderlich die Prüfung an Roh-Baumwolle oder chemisch unbehandelten Garnen und textilen Flächen durchzuführen.

Das GMO-Screening führt zu einer klaren Ja-/Nein-Aussage über das Vorkommen gentechnisch veränderter Baumwolle in der untersuchten Probe.

  • Die Probe wird zerkleinert und die Baumwollfasern werden mechanisch und enzymatisch aufgeschlossen. Das Erbgut (DNA) wird aus der Faser isoliert und in einem mehrstufigen Prozess aufgereinigt.
  • Eine gentechnische Veränderung liegt vor, wenn in der DNA spezifische Zielsequenzen (Markergene) vorhanden sind. Diese lassen sich molekularbiologisch nachweisen. Kontrollreaktionen dienen zum Nachweis unveränderter Baumwoll-DNA sowie zum Ausschluss falsch-negativer Ergebnisse.

In der Regel ist die DNA im Zellkern der Baumwollfaser geschützt. In seltenen Fällen funktioniert die DNA-Analyse nicht. Beispielsweise, wenn die Baumwolle innerhalb der Verarbeitungsprozesse so stark beansprucht wurde, dass die Baumwoll-DNA im Zellkern beschädigt oder zerstört wurde. In diesem Fall empfehlen wir die Probenentnahme aus vorhergehenden Prozessstufen oder direkt das Rohmaterial zu testen.

GMO-Quantifizierung

GMO-Prüfung aufbauend auf das GMO-Screening nach  ISO/IWA 32:2019 Protokoll zur Identifizierung und Quantifizierung

Als eines der ersten Prüflabore weltweit können wir aufbauend auf ein positives GMO-Screening nach ISO/IWA 32:2019 Protokoll die Baumwoll-Linien identifizieren, bei denen Genveränderungen bekannt sind, und deren jeweiligen Anteil in der Probe (Roh-Baumwolle) quantifizieren.

Diese Identifikation einzelner gentechnischer Veränderungen und ihre Quantifizierung ermöglicht eine Einschätzung darüber, ob es sich hierbei um eine äußerst geringfügige Vermischung durch Kontamination handelt oder ob eine Beimischung größerer Anteile von gentechnisch veränderter Baumwolle vorliegt. Dies ist ein klarer Vorteil für Hersteller, Brands und den Handel in Sachen Transparenz von Lieferketten und Fraud-Management.

Auf Kundenwunsch erfolgt nach einem positiven GMO-Screening mit Hilfe weiterer DNA-Analysen gezielt die Suche nach verschiedenen Baumwoll-Linien, bei denen Genveränderungen bekannt sind, und wir quantifizieren den jeweiligen Anteil innerhalb der Probe.

Ihre Vorteile.

  • Qualitätskontrolle
  • Produktidentifizierung
  • Fraud-Management
  • Transparenz von Lieferketten

GMO-Prüfung gemäß STANDARD 100 by OEKO-TEX®

Im Rahmen der STANDARD 100 by OEKO-TEX® Zertifizierung prüfen wir Artikel ebenfalls auf gentechnisch veränderte Organismen (GMO). Bei Einhaltung der Vorgaben können Unternehmen ihre Textilprodukte mit den Claims „Bio-Baumwolle“, „biologische Baumwolle“ oder „GMO nicht nachweisbar“ bewerben.

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