Projektträger
FKT/AiF
Förderprogramm
IGF-Normalverfahren
Projekt-Nr.
IGF-Nr. 19586 N
Projektleiter
Dr. Evelyn Konopka
Projektstatus
In Arbeit
Projektlaufzeit
01.01.2018 - 30.06.2020

Biotechnologische Rückgewinnung von Carbonfasern aus schwer recyclebaren Faserverbundwerkstoffen

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) werden als Werkstoffe mit hohem Entwicklungspotential eingestuft. Die verstärkten Polymere besitzen außergewöhnliche Eigenschaften wie hohe Steifigkeit und Festigkeit bei gleichzeitig niedriger Dichte.
Die kosten- und energieintensiv hergestellten Carbonfasern werden in verschiedene Matrixsysteme (Epoxid-, PES-, PUR-Harze) eingebettet und als Faserverbundwerkstoffe verarbeitet. Eingesetzt werden diese HighEnd-Materialien beispielsweise in Luftfahrt-, Automobil- und Windkraftindustrie. Die Rückgewinnung der Carbonfasern aus der Matrix gestaltet sich jedoch schwierig. Viele Matrixverbundstoffe können nicht wiederverwertet werden. CFK-Verbundreste können derzeit nicht als herkömmlicher Abfall vollständig abgebaut werden. Um den Stoffkreislauf zu schließen, soll in diesem Projekt ein biologisches Abbauverfahren entwickelt werde, um die Carbonfasern in hoher Qualität rückgewinnen zu können. Dafür wird die Stoffwechselleistung bestimmter Mikroorganismen derart komplexe Werkstoffe wiederverwerten zu können, genutzt. Insbesondere Pilze sind in der Lage, auch Kunststoffe wie Epoxidharze abzubauen.