Projektträger
FKT/AiF
Förderprogramm
IGF-Normalverfahren
Projekt-Nr.
20143 N / 2
Projektleiter
Dr. Bianca-Michaela Wölfling
Projektstatus
In Arbeit
Projektlaufzeit
01.07.2019 - 30.06.2021

Weiterentwicklung einer Ausrüstung zur Verbesserung der Schutzwirkung von Schweißerschutzkleidung gegen flüssige Metallspritzer bei gleichzeitig verbessertem UV-Schutz

Ziel des Projektes ist es, eine leichtere und komfortablere Schweißerschutzausrüstung mit verbesserter Schutzwirkung gegen Metallspritzer herzustellen, die den Anforderungen der Norm ISO 9150 genügt. Die Arbeiten sollen auf den Erkenntnissen aufbauen, die im Rahmen des abgeschlossenen Projektes IGF-Nr. 17680 gefunden wurden. Im Rahmen eines Kooperationsvorhabens zwischen dem Deutschen Textilforschungszentrum Nord-West gGmbH (DTNW) und dem Hohenstein Institut für Textilinnovation gGmbH (HIT) werden mehrere Ansätze zur Verbesserung der Schutzwirkung von Schweißerschutzkleidung untersucht. Ein geplanter Ansatz beruht auf der verbesserten Abweisung des Gewebes gegenüber Metallspritzern über den Lotus-Effekt. Diesem Ansatz folgend soll die Faseroberfläche über das Auftragen von Dünnschichten, welche mit Submikro- und/oder Nanopartikeln dotiert sind, strukturiert werden. Der Einfluss unterschiedlicher hierarchischer Strukturen soll hinsichtlich der Benetzung, der Abweisung und des Abrollverhaltens untersucht und optimiert werden. Ziel ist es, durch eine Strukturierung der Faseroberfläche die Kontaktzeit und -fläche von Metall und Gewebe zu verkleinern und somit den Wärmeübertrag zu verringern. Ein zweiter Ansatz zielt auf die Ableitung der in das Gewebe übertragenden Wärme in die Oberfläche ab. Hierfür sollen konventionelle Beschichtungspolymere mit thermisch leitfähigen Füllstoffen, wie z.B. Kohlefasermehl additiviert werden, die eine möglichst schnelle Ableitung der in das Gewebe übertragenden Wärme ermöglichen. Die Kombination beider Ansätze verspricht, so die Hypothese, eine Optimierung der Schutzwirkung: Durch die Strukturierung wird der Wärmeübertrag reduziert; die dennoch übertragende Wärme wird schnellstmöglich über die thermisch leitenden Composites abgeführt. Die Kombination kann beispielsweise über einen Zweischichtenaufbau realisiert werden oder über Composites, die sowohl die strukturgebende Einheit als auch die thermisch leitenden Füllstoffe enthalten.