Markt - Updates

Hier informieren wir Sie über relevante Veränderungen im normativen Bereich und in der Gesetzgebung sowie über die wichtigsten Neuerungen in der Textilbranche.

15.09.2017 I ZDHC erkennt ECO PASSPORT by OEKO-TEX® als Indikator für die MRSL-Konformität an

Die ZDHC hat die ECO PASSPORT by OEKO-TEX® Zertifizierung als eine der ersten von ihr zugelassenen unabhängigen Indikatoren für die Konformität mit ihrer MRSL akzeptiert.

Was heißt das konkret?
Farbmittel, Hilfsstoffe und sonstige nach ECO PASSPORT zertifizierte chemische Formulierungen erfüllen auch Level 1 der Konformität für die ZDHC Ausschlussliste für die Produktion (MRSL). ZDHC Level 1 bedeutet, dass die chemischen Formulierungen durch Labortests verifiziert wurden.
Sie können sicher sein, dass unsere ECO PASSPORT Zertifizierung auch weiterhin sowohl ein Screening gemäß der bestehenden OEKO-TEX® RSL/MRSL als auch eine analytische Prüfung in einem der Labore unserer Mitgliedsinstitute erfordert.

Gibt es noch andere ZDHC-Levels?
Ja, und durch die künftige Weiterentwicklung unseres ECO PASSPORT arbeiten wir daran, dass der ECO PASSPORT in Kürze auch die Levels 2 und 3 der ZDHC MRSL-Konformität erfüllt. Wir halten Sie diesbezüglich selbstverständlich auf dem Laufenden.

Was bedeutet das für Chemikalien, die nach ECO PASSPORT zertifiziert sind?
Die Zusammenarbeit von OEKO-TEX® mit der ZDHC ermöglicht es Lieferanten von Chemikalien, auf dem OEKO-TEX® Einkaufsführer und gleichzeitig dem Chemical Gateway der ZDHC sichtbar zu sein. Beide Plattformen unterstützen die Lieferketten dabei, nachhaltigen Chemikalien zu finden und diese einzusetzen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Vertrieb.

Kontakt:
Sales International
Telefon: +49 7143 271 898
E-Mail: sales@hohenstein.de

18.07.2017 I Aktuelle Marktuntersuchung zum Einkaufs- und Waschverhalten

Laut einer umfassenden Marktuntersuchung von GINETEX machen sich über 90% der Deutschen bei der Pflege ihrer Textilien Gedanken über Nachhaltigkeit und den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen. Weiterhin präsentiert die Umfrage interessante Aussagen zum Einkaufsverhalten: Im Vergleich zu anderen Ländern legen Deutsche beim Kauf von Bekleidung mehr Wert auf Qualität, Material und Passform. 52% der Befragten ist das Vorhandensein eines Qualitätssigels auf dem Etikett wichtig.

>> Kernaussagen Ginetex Marktuntersuchung

Quelle: www.ginetex.de

14.07.2017 I In der EU ist ab 2020 die Perfluoroktansäure (PFOA) verboten.
Zulassungspflicht für weitere Phthalate sowie für Alkylphenolethoxylate.

In der EU gibt es ab 2020 Verwendungsbeschränkungen für Perfluoroctansäure (PFOA).

Perfluoroctansäure und ihre Salze wurden in den Anhang XVII der REACH-Verordnung (EG) 1907/2006 aufgenommen. Das Verbot bezieht sich auf Herstellung und Inverkehrbringen der Verbindungen selbst sowie deren Verwendung oder das Inverkehrbringen von Stoffen, Gemischen oder Erzeugnissen, die PFOA oder ihre Salze enthalten. Für Stoffe, Gemische oder Erzeugnisse, die PFOA oder ihre Salze enthalten, gilt ein Grenzwert von 25 ppb bzw. von 1000 ppb für PFOA-Vorläuferverbindungen.

Zulassungspflicht für weitere Phthalate sowie für Alkylphenolethoxylate.

Weiterhin wurde der Anhang XIV der REACH-Verordnung (EG) 1907/2006 um diverse Phthalate, Nonyl- und Octylphenolethoxylate sowie 1-Brompropan (n-Propylbromid), Anthracenöl und Pech/Kohlenteer ergänzt. Diese sind somit zulassungspflichtig und dürfen nach dem im Anhang XIV genannten Ablauftermin nur noch verwendet oder zur Verwendung in Verkehr gebracht werden, wenn eine entsprechende Zulassung dafür erteilt wurde. Der Ablauftermin für die gelisteten Phthalate ist der 4. Juli 2020, Zulassungen können bis 4. Januar 2019 beantragt werden. Bei den Alkylphenolethoxylaten liegen die Termine jeweils 6 Monate später.

10.07.2017 I SVHC-Liste ergänzt: Informationspflichten beachten

Am 10. Juli hat die European Chemicals Agency (ECHA) die bestehende Liste mit besonders besorgniserregenden Stoffen (SVHC) um Perfluorhexan-1-sulfonsäure (PFHxS) ergänzt.

Darüber hinaus wurde die Einstufung von Bisphenol A, Benzylbutylphthalat, Bis(2-ethylhexyl)phthalat, Dibutylphthalat sowie Diisobutylphthalat um die hormonelle Wirksamkeit ergänzt.

Wird eine Substanz auf der SVHC-Liste geführt hat dies in erster Linie keinen Einfluss auf ihre Verwendung. Sie ist damit lediglich vorgemerkt für die Aufnahme in den Anhang XIV der REACH-Verordnung, was zu einem Verwendungsverbot bzw. einer Zulassungspflicht führen würde.

Mit der Einstufung als SVHC verbunden ist jedoch die Informations- bzw. Auskunftspflicht gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung. So muss der Abnehmer in der Lieferkette (B2B) darüber informiert werden, wenn ein SVHC mit mehr als 0,1 Gew.-% in einem Erzeugnis vorhanden ist und ihm müssen Informationen zur sicheren Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Gegenüber dem Verbraucher (B2C) besteht auf Nachfrage die Auskunftspflicht (kostenfrei, innerhalb von 45 Tagen) über das Vorhandensein von SVHC mit mehr als 0,1 Gew.-% in Verbraucherprodukten.

Hersteller und Importeure von Erzeugnissen, die eine SVHC mit mehr als 0,1 Gewichts-% enthalten, und bei denen die Gesamtmenge (an der entsprechenden SVHC) 1 Tonne pro Jahr überschreitet, müssen die ECHA entsprechend darüber in Kenntnis setzen.

Um diesen Informations- und Auskunftspflichten nachzukommen empfehlen wir vor allem Firmen, die Chemikalien oder Waren aus dem EU-Ausland importieren, aber auch denen, die innerhalb der EU beschaffen, ihre Zulieferer auf diese Neuerung hinzuweisen und konkret nach dem Vorhandensein dieser neuen SVHC nachzufragen.

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie gerne entsprechende Waren in unserem Labor auf die oben genannten Substanzen und viele weitere SVHC oder andere Schadstoffe prüfen lassen.

Bei weiteren Fragen zu REACH, der SVHC-Liste oder damit verbundenen Pflichten wenden Sie sich bitte an unseren Vertrieb.

Kontakt:

Sales International
Telefon: +49 7143 271 898
E-Mail: sales@hohenstein.de

23.06.2017 I Wir helfen Ihnen, die Herausforderungen der Bündnis-Roadmap zu meistern

Laut dem letzten Bericht des Textilbündnisses fällt es vielen Textilfirmen schwer, die Ziele und konkrete Fortschritte zur Verbesserung Ihrer Nachhaltigkeitsziele zu definieren. Nur 30 von 146 eingereichten Arbeitsplänen wurden für gut befunden, viele Mitgliedsunternehmen müssen ihre Angaben überarbeiten.

Die OEKO-TEX® Gemeinschaft entwickelt bereits seit vielen Jahren verschiedene Lösungen für umwelt- und sozialverträglich produzierte Textilien und bietet Ihnen umfangreiche Lösungsansätze, um Ihre Bemühungen transparent und nachvollziehbar zu kommunizieren. Diese eignen sich in besonderer Weise dazu, die Anforderungen des Textilbündnisses zu erfüllen.

So lassen sich die im Rahmen der Produktion eingesetzten Chemikalien und Hilfsstoffe mit Hilfe des ECO PASSPORT by OEKO-TEX® prüfen und verifizieren. STeP by OEKO-TEX® analysiert und zertifiziert den kompletten Produktionsprozess. Mit dem MADE IN GREEN by OEKO-TEX® Label können Textilien im Handel ausgelobt werden, die nach STANDARD 100 by OEKO-TEX® auf Schadstoffe geprüft und zertiziert sind und zusätzlich in einem nach STeP by OEKO-TEX® zertifizierten, nachhaltigen Produktionsbetrieb hergestellt wurden.

Nähere Details zu unseren OEKO-TEX® Dienstleistungen finden Sie hier. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

27.02.2017 I Erweiterung der Norm für Schutzhandschuhe

27.02.2017 I BÖNNIGHEIM

Eine überarbeitete Fassung der EN 388, welche die vormalige DIN EN 388:2003 ersetzt, wurde durch das Europäische Komitee für Normung veröffentlicht. Die aktualisierte Normfassung für Schutzhandschuhe gegen Mechanische Risiken EN 388:2016 ist seit November 2016 gültig. Bitte beachten Sie aber, dass im Rahmen einer EG-Baumusterprüfung noch die Veröffentlichung im Amtsblatt abgewartet werden muss.

Die Neuerungen umfassen Vorgaben zur „Schnittfestigkeit“ und „Stoßprüfung“ von Schutzhandschuhen. Eine präzise Aussage bezüglich der beiden Risiken ist nun durch die Erweiterung um zwei Prüfungen nach EN ISO 13997 (Schnittfestigkeit) und EN 13594:2015 (Stoßschutz) möglich.

Sie haben Fragen zur neuen Norm? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Frau Susanne Vieth
Email: s.vieth@hohenstein.de
Telefon: +49 7143 271309

20.01.2017 I SVHC-Liste ergänzt: Informationspflichten beachten

20.01.2017 I BÖNNIGHEIM

Am 12. Januar 2017 hat die ECHA (European Chemicals Agency) die Erweiterung der SVHC-Liste (SVHC = Substances of Very High Concern) um folgende Substanzen bekannt gegeben.

  • Bisphenol A (BPA, 4,4’-isopropylidenediphenol, CAS-Nummer 80-05-7)
  • Nonadecafluordecansäure (PFDA) und ihre Natrium- und Ammonium-Salze (CAS-Nummern 335-76-2, 3830-45-3 , 3108-42-7)
  • p-(1,1-Dimethylpropyl)phenol (CAS-Nummern 80-46-6)
  • 4-Heptylphenol, verzweigt und linear

Nonadecafluordecansäure (PFDA) ist eine Verbindung aus der Gruppe der Perfluorierten Verbindungen (perfluorinated compounds, PFC) und wird von der OEKO-TEX®-Gemeinschaft bereits seit Beginn des letzten Jahres mit einem Grenzwert von 0,05 mg/kg (OEKO-TEX® Standard 100, Produktklasse I) reglementiert.

Sowohl Bisphenol A als auch die Alkylphenole p-(1,1-Dimethylpropyl)phenol und 4-Heptylphenol sind auf der MRSL (Manufacturing Restricted Substance List = Liste von Substanzen, die bei der Produktion nicht eingesetzt werden dürfen) von STeP by OEKO-TEX® aufgeführt. Alkylphenole sowie Alkylphenolethoxylate sind ganz allgemein genannt, Bisphenol A ist explizit gelistet.

Inwiefern bei Bisphenol A und den beiden genannten Alkylphenolen eine tatsächliche Textilrelevanz besteht, ist Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte, die an den Hohenstein Instituten derzeit durchgeführt werden. Nach einer umfassenden Bewertung der Ergebnisse werden die Substanzen gegebenenfalls in unsere Routineanalytik und in weitere Standards der OEKO-TEX®-Gemeinschaft Eingang finden.

Wird eine Substanz auf der SVHC-Liste geführt hat dies in erster Linie keinen Einfluss auf ihre Verwendung. Sie ist damit lediglich vorgemerkt für die Aufnahme in den Anhang XIV der REACH-Verordnung, was zu einem Verwendungsverbot bzw. einer Zulassungspflicht führen würde.

Mit der Einstufung als SVHC verbunden ist jedoch die Informations- bzw. Auskunftspflicht gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung. So muss der Abnehmer in der Lieferkette (B2B) darüber informiert werden, wenn ein SVHC mit mehr als 0,1 Gew.-% in einem Erzeugnis vorhanden ist und ihm müssen Informationen zur sicheren Verwendung zur Verfügung gestellt werden. Gegenüber dem Verbraucher (B2C) besteht auf Nachfrage die Auskunftspflicht (kostenfrei, innerhalb von 45 Tagen) über das Vorhandensein von SVHC mit mehr als 0,1 Gew.-% in Verbraucherprodukten.

28.10.2016 I EU-Verkaufsverbot für kosmetische Produkte, die auch außerhalb der EU an Tieren getestet wurden

28.10.2016 I BÖNNIGHEIM

Der EuGH stärkt das Verbot von Kosmetika, deren Bestandteile in Tierversuchen getestet wurden. Ab sofort gilt ein EU-Verkaufsverbot auch für außerhalb der EU an Tieren getestete kosmetische Produkte. An den Hohenstein Instituten können Sie mittels anerkannten HET-CAM-Tests die Verträglichkeit und das Gefahrenpotential für Hautirritation von Ihren Produkten tierversuchsfrei testen lassen.

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20.08.2016 I Entwurf zur Senkung des Grenzwerts für Bisphenol A in Spielzeugen veröffentlicht

20.08.2016 I BÖNNIGHEIM

Die Expertengruppe der Europäischen Kommission für Spielzeuge hält eine weitere Senkung des Grenzwerts für Bisphenol A in Spielzeugen für notwendig. Ein Entwurf zur Absenkung des Migrationslimits von 0,1 mg/l auf 0,04 mg/l wurde bereits veröffentlicht. Der neue Vorschlag soll im 4. Quartal 2016 übernommen und danach im 2. Quartal 2018 in Kraft gesetzt werden. Auf Wunsch können wir Ihre Spielwaren schon heute die Konformität mit zukünftigen gesetzlichen Parametern überprüfen.

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15.08.2016 I Bestimmte, durch UV-Strahlung ausgelöste Hautkrankheiten als Berufskrankheit anerkannt

15.08.2016 I BÖNNIGHEIM

Seit 2015 sind bestimmte, durch UV-Strahlung ausgelöste Hautkrankheiten als Berufskrankheit anerkannt. Das bedeutet, dass Arbeitgeber dazu verpflichtet sind, eine Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, wenn ihre Mitarbeiter längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Bei der Auswahl der richtigen UV-Schutzkleidung bietet der UV Standard 801 verlässliche Hilfe – denn diese Prüfung berücksichtigt bei der Ermittlung der Schutzwirkung im Gegensatz zu anderen Zertifizierungen auch gebrauchsbedingte Faktoren wie die Dehnung, Befeuchtung oder die tragebedingte Abnutzung von Textilien.

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12.05.2016 I EU-Vergaberichtlinie: RAL-Gütezeichen 992

12.05.2016 I BÖNNIGHEIM

Die neue EU-Vergaberichtlinie lässt künftig die Anwendung des RAL-Gütezeichens 992 als Ausschreibungsgrundlage zu.

Ihr Vorteil: Vergabeverfahren werden europaweit einfacher, flexibler und nutzerfreundlicher. Bisher mussten öffentliche Auftraggeber die Kriterien eines bestimmten Nachweises einzeln auflisten.

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22.06.2016 I GINETEX-Pflegesymbole bald auch in Japan gültig

22.06.2016 I BÖNNIGHEIM

Japan ist eines der wenigen Länder, die bisher andere Pflegesymbole forderten als die in Europa gebräuchlichen GINETEX-Pflegesymbole. Nun ist Japan der internationalen GINETEX-Gemeinschaft beigetreten. Ab dem 1. Dezember 2016 gelten die GINETEX-Pflegesymbole damit auch in Japan. Wenn Bekleidungstextilien vor dem 30. November 2016 hergestellt wurden, dürfen sie aber auch nach dem 1. Dezember 2016 noch mit den alten japanischen Symbolen verkauft werden.

>> Weitere Infos zu den Ginetex-Pflegesymbolen finden Sie hier.