Sonne ja – Sonnenbrand nein.

Für die menschliche Gesundheit ist die Sonnenstrahlung unerlässlich. Der Körper braucht sie zum Beispiel, um das für den Knochenbau wichtige Vitamin D zu bilden. Die im Sonnenlicht enthaltenen ultravioletten Strahlen stellen aber gleichzeitig für die Haut ein großes Stress- und Gefährdungspotenzial dar.

In den letzten Jahren hat sich das Freizeitverhalten gewandelt, weshalb Dermatologen weltweit eine deutliche Zunahme an Hautkrebserkrankungen feststellen. Allein in Deutschland rechnen Experten nach jüngsten Schätzungen mit weit über 200.000 neuen Hautkrebspatienten pro Jahr.

Nicht zuletzt aufgrund der Klimaveränderungen in den letzten Jahren warnen Dermatologen vor zu langer Sonneneinstrahlung. Sie fordern insbesondere für Kinder eine Prävention, da deren Haut noch sehr dünn ist und erst ab einem Alter von etwa 15 Jahren die vollen Schutzmechanismen entwickelt hat. Geeignet dafür sind insbesondere Bekleidungs- und Sonnenschutz-Textilien. Eine weitere Personengruppe, für die ein textiler UV-Schutz empfohlen wird, sind diejenigen, die sich beruflich viel im Freien bewegen – wie Bau- und Straßenarbeiter oder Gärtner. Sie benötigen eine optimierte Arbeits- bzw. Berufsbekleidung, die sie bei ihren Outdoor-Tätigkeiten bestmöglich schützt.

Sonnenschutz zum Anziehen statt zum Einziehen.

Wenn es um UV-Schutz geht, sind Textilien geradezu ideal. Bei Verwendung geeigneter Materialien und Konstruktion bieten sie einen besonders guten Schutz vor zu intensiver Sonnenstrahlung. Textilprodukte erreichen UV-Schutzfaktoren (UPF = Ultra Violet Protection Factor), die weit über denen der stärksten Sonnencremes bzw. Sunblocker liegen.

Da Ihre Kunden allein durch Anschauen und Befühlen eines Materials nicht einschätzen können, wie hoch dessen UV-Schutzfaktor genau ist, bedarf es normierter Messverfahren und einer fachkundigen Prüfung. Basierend auf diesen Untersuchungen können Sie anschließend vergleichbare und verlässliche Werte für den UV-Schutz Ihrer Kleidungsstücke gegenüber dem Kunden ausloben.

Bei der Wahl des richtigen UV-Schutzfaktors ist einerseits der Hauttyp zu beachten, da die Haut heller Menschen schneller rot wird und somit einen höheren Schutz benötigt, als die Haut dunklerer Typen. Hierbei spielt die Sonnenintensität eine bedeutende Rolle. So ist diese z. B. in Australien deutlich höher als in Deutschland. Das bedeutet, Bewohner Australiens brauchen von Grund auf einen höheren Schutz.

Mit Sicherheit geprüft.

Wir prüfen für Sie nach unterschiedlichen Standards. Bestehen Ihre Textilien unsere Prüfungen, können Sie sie mit einem Hohenstein Qualitätslabel auszeichnen.

  • Beim australisch-neuseeländischen Standard (AS/NZS 4399) erfolgt die Messung am neuwertigen Textilmaterial in ungedehntem, trockenem Zustand. Basis ist das Sonnenspektrum in Melbourne, Australien, vom 1. Januar.
  • Die Messung nach der europäischen Norm (DIN EN 13758-1) beruht auf dem Sonnenspektrum von Albuquerque in New Mexico, USA – vergleichbar dem in Südeuropa. Auch hier messen wir am neuen, ungedehnten und trockenem Textil.
  • In den USA werden UV-Tests vielfach nach dem amerikanischen Standard (AATCC TM 183) durchgeführt. Das Sonnenspektrum imitiert das von Albuquerque, New Mexico. Die Messung erfolgt am neuwertigen Textil.

Bei der Bestimmung gemäß UV STANDARD 801 gehen wir von einer maximalen Strahlungsintensität mit dem Sonnenspektrum in Melbourne, Australien, am 1. Januar (Höhepunkt des australischen Sommers) aus. Darüber hinaus berücksichtigen wir hier Aspekte, die beim Gebrauch eine wichtige Rolle spielen, beispielsweise die Dehnung des Textils, die Durchnässung bei Bekleidung, Bewitterung bei Beschattungstextilien, Alterungsprozesse durch definierte Scheuereinwirkung und Waschzyklen u. v. m. Das Prüflabel UV STANDARD 801 zeigt Ihren Kunden also an, dass Ihre Textilien nach strengsten Vorschriften gemessen wurden und verlässliche UV-Schutzfaktoren bieten.

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