Presseinformation

13.10.2015 | 671-DE

Jetzt wird Kinderbekleidung noch sicherer

Die überarbeitete „DIN EN 14 682:2015-03“ soll helfen, Unfälle durch Zugbänder und Kordeln zu verhindern.

BÖNNIGHEIM (cka) „Bekleidung, Textilien und Modeartikel“ war 2014 laut Europäischer Kommission die Produktkategorie, die am zweithäufigsten ein Risiko für die Gesundheit und Sicherheit von Verbrauchern darstellte.*

Unfälle im Zusammenhang mit Bekleidung ereignen sich z. B. durch das Hängenbleiben von Kordeln und Bändern an Skiliften, Fahrrädern oder Rutschen. Um solchen Gefahren noch besser vorzubeugen, überarbeitete der Arbeitsausschuss die DIN EN 14 682 „Sicherheit von Kinderbekleidung - Kordeln und Zugbänder an Kinderbekleidung“. Im Zuge der Neuerungen wurden Änderungen im Anwendungsbereich, bei Definitionen sowie in den Anforderungen für Kinderbekleidung vorgenommen. Einige Punkte wurden durch verbesserte Erklärungen ergänzt, andere sind strenger geregelt. Seit Ende der Übergangsfrist am 30.06.2015 ist die Norm endgültig bindend. Halten Hersteller bei der Produktentwicklung und Produktion die DIN EN 14 682 nicht ein, drohen Produktrückrufe, die zu hohen Kosten führen können.

Eine umfassende Hilfestellung bezüglich der DIN EN 14 682 bieten den Herstellern die Experten der Hohenstein Institute in Bönnigheim. Dabei greifen sie auf jahrelange Erfahrung im Umgang mit der DIN EN 14 682 und der Passformprüfung von

Kinderbekleidung zurück. Die Experten stehen zum einen beratend bei Fragen zu den Aktualisierungen der Norm zur Seite, zum anderen unterstützen sie bei deren Umsetzung in der Produktentwicklung und Einhaltung in der Produktion. Bei der Prüfung gemäß der DIN EN 14 682 berücksichtigen die Prüfer entsprechend alle Neuerungen.

Diese umfassen u. a. folgende Punkte:

  • Definition des Bereiches „Kapuzen-, Hals- und oberer Brustbereich“ in „Kopf-, Hals- und oberer Brustbereich“ geändert
  • Überarbeitung verschiedener Definitionen und Abschnitte
  • Aufnahme neuer Bilder zur besseren Darstellung von Messverfahren und Anforderungen

Die Hohenstein Institute prüfen die Sicherheit von Kinderbekleidung gemäß DIN EN 14 682 zum einen in Einzelprüfungen, zum anderen in Kombination mit weiteren produktspezifischen Tests. So ist die Prüfung standardmäßig ein Teil der Passformprüfung bei Kinderbekleidung. Geprüft werden können z. B. Faschings- oder Halloweenkostüme, die häufig Kordeln und Bänder enthalten. Oftmals stellen jedoch nicht nur verarbeitete Kordeln ein Sicherheitsrisiko dar. Immer wieder werden u. a. Kostüme auf Grund leichter Entflammbarkeit oder Schadstoffe aus dem Verkehr gezogen. Deshalb testen die Experten der Hohenstein Institute solche Produkte, die in die Kategorie Spielzeug fallen, zudem nach geltenden Vorschriften, wie der DIN EN 71-1 (Sicherheit von Spielzeug).

Herstellern und Verbrauchern kommen diese Prüfungen gleich mehrfach zu Gute. Sie profitieren einerseits von einer hohen Produktsicherheit, andererseits von einer guten Passformqualität.

* Quelle: http://ec.europa.eu/consumers/consumers_safety/safety_products/rapex/reports/docs/rapex_report_2014finalweb_en.pdf

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