Presseinformation

29.07.2014 | 582-DE

Implantate aus Alginat-Basis für die Wundversorgung

Christine Lämmle erhält Forschungspreis der DGfW

Christine Lämmle ist die Preisträgerin des diesjährigen Forschungspreises der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung. Auf dem 17. Jahreskongress der DGfW in Bochum wurde sie für die „Etablierung eines Stammzellbesiedelten Alginat-Implantates für den autologen Weichgewebeersatz“ ausgezeichnet.

Frau Lämmle arbeitete im Rahmen Ihrer Promotion an dem Kooperationsprojekt der Abteilung für Hygiene, Umwelt und Medizin der Hohenstein Institute (Prof. Dr. D. Höfer) und der AG Experimentelle Plastische Chirurgie des BG Universitätsklinikums Bergmannsheil Bochum (Leitung PD Dr. T. Hirsch, Dr. F. Jacobsen).

Die erfolgreiche Umwandlung von körpereigenen Stammzellen in Adipozyten (Fettzellen) und deren Ansiedelung auf 3D-Implantaten soll künftig die Behandlung von verletztem Weichteilgewebe ermöglichen. In der rekonstruktiven Chirurgie stellt das Auffüllen von größeren Verletzungen, z. B. bei Verbrennungen, Dekubitus oder großflächigen Narben, eine besondere Herausforderung dar. Bislang entscheiden sich die meisten Chirurgen bei der Wiederherstellung von Gewebe für Lappenplastiken – ein Verfahren, bei dem umliegendes, gesundes Gewebe und damit der gesamte Patient stark strapaziert werden.

Die Alginat-Implantate stellen eine vielversprechende Alternative dar. Ihre Entwicklung baut auf bisherige Forschungsarbeiten der Hohenstein Instituten zur Kombination aus Biopolymeren und Stammzellen für den Weichgewebeersatz und der Expertise der Bergmannsheiler Arbeitsgruppe hinsichtlich Wundheilung und Gewebsersatz auf.

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